Arbeit und private Notizen mit Workspaces in Lognote 6 organisieren
„Ladegerät fehlt noch.“ „Sam nach dem Muster fragen.“ „Jeden Monat ein Foto vom selben Baum?“ Dafür öffnet man selten ein großes Dokument. Man nimmt kurz das Handy, schreibt ein paar Wörter und macht weiter.
Wenn Arbeitsnotizen, private Ideen und Wochenendpläne aber zwischen denselben Gruppen liegen, muss man bei jeder Notiz erst den richtigen Platz suchen. Workspaces in Lognote 6 geben verschiedenen Lebensbereichen eigene Gruppen und eine eigene Inbox. Ein Workspace für die Arbeit, einer für Privates - und du wechselst passend zu dem, was gerade ansteht.
Hier ist ein Vorschlag, den du direkt übernehmen oder verkleinern kannst. Die kurzen Beispiele sollen so klingen, wie man unterwegs tatsächlich schreibt. Die englischen Namen und Texte in den Bildern gehören zu unserem fiktiven Demo-Setup.
Mit zwei Bereichen anfangen
Du musst nicht deine gesamte Ablage vorausplanen. Fang mit einer Unterscheidung an, die für dich ohnehin klar ist: Arbeit und Privates. Einen eigenen Workspace für ein größeres Projekt kannst du später ergänzen.
Der Standard-Workspace bleibt ohne Pro nutzbar. Zusätzliche Workspaces benötigen Lognote Pro. Den Standard-Workspace kannst du über die Workspace-Verwaltung umbenennen. „Personal“ und „Work“ sind unsere gewählten Namen, keine vorgeschriebenen Kategorien.
Auf dem iPhone öffnest du das Seitenmenü und tippst auf den aktuellen Workspace-Namen. Wähle „Neuer Workspace“, vergib einen Namen und bestätige. Auf iPad und Mac findest du die Auswahl in der Seitenleiste. Über dieselbe Auswahl wechselst du später zwischen deinen Workspaces.
Bestehende Gruppen musst du dafür nicht neu anlegen. Du kannst sie samt Notizen in den passenden Workspace verschieben.
Work: Die Kleinigkeiten festhalten, die später wichtig werden
Für die Arbeit reicht zunächst eine Gruppe wie Daily Log oder „Tagesnotizen“. Darin landen kurze Beobachtungen:
- Schicht gestartet
- Ausrüstung geprüft. Ladegerät fehlt #nachfassen
- Atlas-Entwurf sieht gut aus #atlas
- Lieferung jetzt Donnerstag #nachfassen
- Feierabend. Ladegerät fehlt noch
Das sind Beispiele, keine Pflichtvorlage. Entscheidend ist, die Information festzuhalten, solange sie noch frisch ist. Aus jeder Beobachtung muss kein fertiger Bericht werden. Ein paar Wörter können reichen, um später wieder zu wissen, was passiert ist.
Eine Gruppe Meetings nimmt Dinge aus Gesprächen auf: „Erst die kleinere Version testen #atlas“, „Sam nach dem Muster fragen“ oder „Foto für die Übergabe ergänzen“. In Field Notes passen Beobachtungen unterwegs, etwa „Seiteneingang verschlossen“. Wenn ein Bild mehr erklärt als Text, ergänzt du ein Foto.
Eine Gruppe Learning kann festhalten, was beim nächsten Mal besser laufen soll: „Nächstes Mal zuerst die Ausrüstung prüfen“. Vielleicht brauchst du aber auch nur Tagesnotizen und Meetings. Lege die Gruppen an, die du wirklich nutzt.
Personal: Auch unfertige Gedanken haben einen Platz
Im privaten Workspace können deine Gruppen ganz anders aussehen. Ideas ist ein Platz für Gedanken, aus denen noch kein Plan geworden ist:
- Jeden Monat ein Foto vom selben Baum? #idee
- Leseecke am Fenster #wochenende
- Sprachnotizen beim Spaziergang? #idee
Ein Journal darf genauso knapp sein. „Endlich ein ruhiger Morgen“ oder „Zu viel im Kopf. Spaziergang hat geholfen“ muss nicht erst zu einem langen Tagebucheintrag werden.
Unter Daily Routine kannst du eigene Aufzeichnungen sammeln, etwa „20 Minuten spazieren. Fühle mich besser“ oder „Früh ins Bett. War nötig“. Ein paar Wörter helfen dir, dich an deinen Tag zu erinnern.
In Saved Links landen ein Rezept für Sonntag oder ein Regal, das du dir später noch einmal ansehen möchtest. Weekend Project wächst Schritt für Schritt: ein Vorher-Foto, „Erster Teil fertig“, „Brauche einen kleineren Topf“. Eigene Bilder können den Verlauf ergänzen.
Die Struktur darf locker bleiben. Wenn du im Alltag hauptsächlich die Ideengruppe öffnest, erfüllt dein privater Workspace bereits seinen Zweck.
Workspace, Gruppe oder Hashtag?
Der Workspace ist der übergeordnete Bereich: Arbeit oder Privates. Die Gruppe ist der konkrete Ort für deine Notizen: Tagesnotizen, Meetings oder Ideen. Ein Hashtag beschreibt ein Thema innerhalb einer Notiz, etwa #atlas oder #wochenende.
Eine Atlas-Notiz kann aus einem Meeting stammen, eine andere aus dem Arbeitsalltag. Sie liegen dann in unterschiedlichen Gruppen, tragen aber denselben Hashtag. So musst du nicht alle Notizen zu einem Thema in eine einzige Gruppe verschieben.
Nicht jede Notiz braucht einen Hashtag. „Schicht gestartet“ ist auch ohne verständlich. Verwende Tags dort, wo du später nach dem Thema suchen möchtest. Farben für Tags und kombinierte Tag-Filter sind eigene Pro-Funktionen.
Die Inbox für alles, was gerade schnell gehen muss
Jeder Workspace hat eine eigene Inbox. Du weißt schon, dass eine Notiz zur Arbeit gehört, aber noch nicht in welche Gruppe? Dann hältst du sie in der Inbox von Work fest. Für private Gedanken gilt dasselbe in Personal.
Das passt zu Einträgen wie „Meeting noch um 2?“ oder „Das Lied aus dem Café - nächstes Mal fragen“. Ein kurzer Blick auf den aktiven Workspace hilft, besonders wenn du gerade zwischen Arbeit und Privatem wechselst. Die genauere Sortierung kann warten, bis du Zeit dafür hast.
Vorhandene Gruppen mitnehmen
Öffne den Workspace, in dem die Gruppe momentan liegt. Rufe das Kontextmenü der Gruppe auf, wähle „In Workspace verschieben“ und dann das Ziel. Wechsle anschließend zum Ziel-Workspace und öffne die Gruppe dort.
Die gesamte Gruppe zieht mit ihren Notizen um. Es entsteht keine Kopie. Im bisherigen Workspace ist sie deshalb nicht mehr zu sehen. Über „Rückgängig“ in der Bestätigung kannst du eine versehentliche Auswahl zurücknehmen. Die reservierte Inbox ist keine normale Gruppe und lässt sich nicht über diese Gruppenaktion verschieben.
Das Verschieben in zusätzliche Workspaces benötigt Pro. Zurück in den Standard-Workspace kannst du Gruppen auch ohne Pro verschieben. Endet dein Pro-Zugang, bleiben zusätzliche Workspaces lesbar und exportierbar. Zum Schreiben darin brauchst du Pro; im Standard-Workspace kannst du weiter schreiben.
Was ein Workspace bedeutet
Workspaces strukturieren deine eigene Lognote-Bibliothek. Jeder Workspace hat eigene Gruppen und eine eigene Inbox innerhalb deines Kontos. Ein Workspace namens Work lädt keine Kollegen ein und legt keinen gemeinsam genutzten Teambereich an.
Die gezeigten Notizen sind erfundene Beispiele. Benenne deine Workspaces und Gruppen nach den Dingen, die du tatsächlich festhalten möchtest.
Eine kleine Änderung reicht für den Anfang
Du musst nicht alles auf einmal umsortieren. Lege mit Pro einen zusätzlichen Workspace an, verschiebe eine passende Gruppe und schreibe eine kurze Notiz. Wechsle zurück und schau, ob du deine alltäglichen Gruppen jetzt leichter findest.
Vielleicht ist die erste Notiz einfach „Schicht gestartet“. Später kommt in Personal „Leseecke am Fenster“ dazu. Beides darf kurz sein. Beides hat einen passenden Platz.